Netzausbau
Der Netzausbau ist wichtigstes Anliegen der ARGE Netz.
Durch das Zurückfahren oder Komplettabschaltungen der Windenergieanlagen wurden schon im ersten Vierteljahr 2011 große Mengen Erneuerbarer Energien nicht ins Netz eingespeist. Gerade mit Blick auf die Diskussion über den Ausstieg aus der Atomindustrie ist kaum nachvollziehbar, dass die umweltverträglich erzeugten Energien, zeitweise schon bei schwachen Windstärken, aus der Einspeisung ausgeschlossen werden.
Durch die Abschaltungen entsteht ein volkswirtschatlicher Ausfall von mehr als 10 Mio. Euro jährlich allein in Nordfriesland. Der Netzausbau Breklum-Flensburg wird hier eine erste spürbare Entlastung bringen, die rasche Umsetzung ist erforderlich und sicherlich der erste Schritt, um den hier erzeugten Grünen Strom zu den Verbraucher und in die Ballungsgebiete transportieren zu können.
Um die Netzplanung und Umsetzung zu optimieren, werden von der ARGE Netz intensive Verhandlungen und Gespräche mit der Landesregierung und den Netzbetreibern E.ON Netz/E.ON Hanse geführt. .
Zudem werden alternative Wege verfolgt, den erzeugten Windstrom vollständig zu nutzen:
- eigenständiger Ausbau des Stromnetzes auf der Hochspannungsebene (110 kV).
- Batterietechnologien zur Speicherung von Erneuerbarem Strom im Megawattbereich
ARGE-Gesellschafter bauen laufend neue Kabeltrassen auf Mittelspannungsebene (20/30 kV). Bis heute sind bereits weit mehr als 1.000 km Mittelspannungsleitung in Nordfriesland sowie 30 km Hochspannungserdkabel auf Fehmarn von den Windparks gebaut worden. Auch für die kommenden Jahre werden hohe Investitionen in die eigenen Netze nötig. Gesellschafter der ARGE Netz betreiben 10 eigene Umspannwerke, davon 6 in Nordfriesland, 4 weitere befinden sich in Planung.
Um die Netzplanung zu erleichtern und Kosten zu sparen baut die ARGE Netz ein Kabelkataster auf, um den erneuerbaren Erzeugern, den Ämtern und den zuständigen Behörden eine einheitliche Dokumentation zur Verfügung zu stellen.
