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Stromspeicherstrategie 1.0: Jetzt nachjustieren für den Speicherhochlauf!

Am 08. Dezember 2023 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen ersten Entwurf der Stromspeicherstrategie vorgelegt. Damit gelingt es dem BMWK Stromspeicher als tragende Säule neben den Erneuerbaren zu etablieren. 


In einem Stromsystem, dass zunehmend auf volatiler Erzeugung, namentlich Wind und PV-Energie, beruht, werden Stromspeicher sprichwörtlich unabdingbar. Dabei liegt ein entscheidender Vorteil von Stromspeichern in ihrer Vielseitigkeit. Ob als Ergänzung zu PV oder Windenergie durch sogenanntes Co-location oder als alleinstehende Großbatteriespeicher, mit Stromspeichern können Stromüberschüsse abgefangen werden und zeitversetzt in das Energiesystem zurückgeben. So gelingt es hohe Strommarktpreisen bei geringer EE-Erzeugung zu dämpfen, und gleichzeitig die Kosten für Verbraucher zu senken. Außerdem tragen Speicher in Allianz mit PV oder Wind-Anlagen dazu bei, dem wachsenden Risiko der Nichtvergütung bei negativen Strompreisen zu begegnen und so die Werthaltigkeit von Erneuerbarem Strom sicherzustellen. Nicht zuletzt haben Stromspeicher auch einen hohen systemischen bzw. netztechnischen Wert. Sie erbringen Systemdienstleistungen von Regelenergie über Blindleistung bis hin zu Schwarzstarkfähigkeit, darunter auch jene, die ursprünglich von fossilen Kraftwerken erbracht wurden. 

Es ist somit richtig und begrüßenswert, dass das BMWK mit der Stromspeicher-Strategie einen ersten Fahrplan vorgibt. Dabei zeigt sich die Bedeutung, die Stromspeicher für die Energiewende haben, ist in der Politik angekommen. Wesentliche Hemmnisse werden genannt und einige zentrale Maßnahmen werden skizziert. Im nächsten Schritt gilt es nun die aufgezeigten Maßnahmen zu konkretisieren und in die Umsetzung zu bringen. Dabei sollte die Politik die Zeit nutzen, die Stromspeicherstrategie in einigen Punkten nachzubessern. 


Stromspeicher jetzt definieren 

Stromspeicher können aus Sicht des Netzes, an das sie angeschlossen sind, wie Erzeuger oder Verbraucher wirken. Sie können darüber hinaus marktbasierte Systemdienstleistungen erbringen und die Stromnetze stabilisieren. Sie müssen daher entsprechend ihres Einsatzes differenziert betrachtet und der Prozess der Stromspeicherung zu diesem Zweck eindeutig definiert werden.  

Der Prozess der Stromspeicherung im Stromversorgungssystem sollte daher energierechtlich definiert und von der primären Energieerzeugung, Übertragung, Verteilung oder dem finalen Letztverbrauch abgrenzbar sein. Die Abgrenzung ist erforderlich, um den Prozess der Stromspeicherung diskriminierungsfrei im Sinne der Art. 18 BMVO und Art. 15 der EU-Binnenmarktrichtlinie (BMRL) zu behandeln. 

Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern sicherstellen. 

Abgrenzung zwischen Grün- und Graustrom 

Innovationsausschreibung weiterentwickeln.



241601_Stromspeicher-strategie_Stn_ARGE Netz
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